Kaplan Michael Hirmer
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Ehe - Hochzeit

Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau und sie werden ein Fleisch sein. (Gen 2,24)

Das Sakrament der Ehe

Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der im Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufe den Acker. Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen sucht. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie. (Mt 13,44-46)
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Liebes Brautpaar
Es freut mich, dass Sie Ihren Schatz gefunden haben. Vielleicht können Sie jetzt das Evangelium von dem im Acker vergrabenen Schatz verstehen. Auch Sie haben einen Schatz mit ihrem Partner gefunden, den Sie nun heiraten möchten. - Sicherlich ist Ihnen in Ihrer Liebesbeziehung schon aufgefallen, dass das was Sie verbindet, ein großartiges Geschenk ist. Denn Liebe ist nicht machbar, nicht kaufbar, nicht erzwingbar, sie ist Ihnen von Gott geschenkt.
Diese Liebe und Ihre Beziehung wollen Sie nun vor Gottes Angesicht feiern und den Lebensbund schließen, damit Ihr Schatz, den Sie gefunden haben, noch reicher wird. - Ich begleite Sie gerne auf den Weg zu Ihrer Trauung. Im Folgenden finden Sie einige Informationen, die Ihnen die Vorbereitung Ihrer Hochzeit erleichtern können.
Ihr Kaplan Michael Hirmer
 

Was ist noch zu tun?
Merkliste für die Vorbereitung der Trauung
 
Frühzeitige Kontaktaufnahme mit dem Pfarrbüro und dem Geistlichen
  • Die Termine für das Traugespräch und für die Hochzeit frühzeitig abklären.
  • „Taufschein zum Zweck der Eheschließung“ beim Pfarramt anfordern, in dem die Sie getauft wurden. Dieser darf nicht älter als sechs Monate sein.
  • Angebote der kirchlichen Ehevorbereitung im Pfarrbüro abfragen.
  • Erkundigen zu welcher Wohsitzpfarrei Sie gehören und zu welcher Pfarrei die Traukirche gehört.
  • Kontakt: Kath. Pfarramt , Theoderichstraße 11, 93326 Abensberg, Tel.: 09442/1342
  • Kontakt: Kaplan Michael Hirmer, Barbaraplatz 3, 93326 Abensberg, Tel. 09443/903420, E-Mail: seelsorge@hirmi.net
 
Zivile Eheschließung
  • Termin und nötige Unterlagen beim Standesamt abklären.
  • Die kirchliche Trauung kann in der Regel nur durchgeführt werden, wenn das Paar zivilrechtlich verheiratet ist.
 
Traugespräch mit dem Priester führen
  • Der Priester, der Sie trauen wird, lädt Sie zu einem Gespräch ein. Nehmen Sie sich Zeit und Ruhe für dieses Gespräch. Erzählen Sie von sich, von ihrem Kennenlernen und dem bisherigen Weg Ihrer Partnerschaft.
  • Nutzen Sie die Gelegenheit sich mit dem Priester bekannt zu machen, damit der Trauungsgottesdienst wirklich ein angenehmes Fest wird.
  • Beim diesem Gespräch wird auch der Gottesdienst besprochen. Weiter unten finden Sie den Ablauf eines Traugottesdienstes, der kann Ihnen helfen, eigene Wünsche einzubringen.
  • In diesem Gespräch wird auch das Ehevorbereitungsprotokoll ausgefüllt, das kirchenrechtliche Fragen klärt.
 
Besuch der Hochzeitskirche
  • Wo werden Sie als Brautpaar sitzen? Drehen Sie den Gästen den Rücken zu oder öffnen Sie den Kreis, in dem Sie vielleicht seitlich vom Altar sitzen?
  • Wo sitzen die Trauzeugen und näheren Verwandte oder sogar die eigenen Kinder während des Gottesdienstes?
  • Wie wollen Sie in die Kirche einziehen?
 
Ehevorbereitungskurs und Beichte
  • Es ist eine gute Möglichkeit, vor der Hochzeit noch einmal innezuhalten, um sich gemeinsam mit anderen Paaren über das Wagnis der Ehe auszutauschen. Dies geschieht in einem Ehevorbereitungsseminar. 
    Termine für Ehevorbereitungsseminare in der Diözese Regensburg können Sie beim Referat Ehe und Familie (Tel. 0941/597-2268,
    ehe-familie@bistum-regensburg.de) erfragen.
  • Eine besonders intensive Vorbereitung auf Ihre Trauung kann ein Beichtgespräch sein, das Sie mit einem Priester führen. Hier geht es darum auf sein Leben zu blicken, damit Sie mit sich selbst, mit ihren Mitmenschen und mit Gott im Reihen sind, wenn Sie ihren Bund fürs Leben schließen.
 
Kontakt zum Organisten oder Musikgruppe
  • Stimmen Sie sich frühzeitig mit dem Organisten oder der Musikgruppe ab.
  • Denken Sie daran, dass kein Konzert während des Gottesdienstes aufgeführt werden soll, sondern sich die Lieder in den Gottesdienst einfügen müssen.
  • Für den Gottesdienst ist es sinnvoll ein eigenes Liedblatt zu erstellen. Es nimmt die Lieder, Texte oder auch Bilder auf, die für die gottesdienstliche Feier wichtig sind und ermöglicht die aktive Mitfeier der Hochzeitsgäste.

Die Feier der Trauung
Vorbereitung des Gottesdienstes
 
Die Feier der Trauung in einer Messe
Die Eheschließung katholischer Ehepartner findet nach Möglichkeit innerhalb einer Eucharistiefeier statt, da die Ehe ein Abbild des Bundes zwischen Christus und seiner Kirche ist und in der Eucharistie das Gedächtnis dieses Bundes gefeiert wird.
Wenn Brautleute dem Leben der Kirche fern stehen oder nicht kommunizieren wollen, sollte überlegt werden, ob eine Messfeier angebracht ist. Dies wird im Vorbereitungsgespräch mit dem Priester zu klären sein.
Die Feier der Trauung in einer Messe besteht aus den Teilen: Eröffnung, Wortfeier, Feier der Trauung, Eucharistiefeier, Abschluss.
 
Die Feier der Trauung in einem feierlichen Wortgottesdienst
Die Trauung wird in einem Wortgottesdienst gefeiert, wenn die Trauung in einer Messe nicht möglich oder nicht angemessen erscheint. Dies ist der Fall, wenn ein Ehegatte katholischer Christ und der andere kein Katholik ist. Die Feier der Trauung in einem feierlichen Wortgottesdienst empfiehlt sich, wenn sich die Brautleute vom Leben der Kirche entfernt haben oder nicht kommunizieren wollen.
Die Feier der Trauung in einem Wortgottesdienst hat folgende Ordnung: Eröffnung, Wortfeier, Feier der Trauung, Abschluss.
 
 
Die Gestaltung des Gottesdienstes: Elemente der Feier und eigene Wünsche
 
Die nun folgende Aufstellung des Ablaufes des Trauungsgottesdienstes möchte Ihnen bei der Gestaltung Ihrer Feier helfen. Besprechen Sie den Ablauf des Gottesdienstes am besten beim Gespräch mit ihrem Priester.
In Kursiv sind die Elemente gedruckt, die bei einem feierlichen Wortgottesdienst entfallen.
 
Eröffnung
Begrüßung des Brautpaares durch den Priester am Eingang der Kirche
Einzug Paares in die Kirche
          Musik: Gesang oder Instrumentalstück
Eröffnung des Gottesdienstes mit Begrüßung der Gemeinde
Kyrierufe: Huldigung Jesu
            Diese können vom Brautpaar selbst formuliert werden
Gloria
            Musik: Glorialied
Tagesgebet oder Eröffnungsgebet
 
Wortfeier
Lesungen
          Diese werden vom Brautpaar aus dem Alten oder Neuen Testament gewählt und können den Trauspruch enthalten. Die
              Lesung kann von Trauzeugen, Freunden oder Verwandten des Paares verkündet werden. Der/die Vorleser/in muss der
              katholischen Kirche angehören und sollte das Sakrament der Firmung empfangen haben. - Vorschläge für einen Lesungstext
              finden Sie weiter unten.
Antwortgesang
          Musik: Lied oder Hallelujaruf
Evangelium
          Den Text des Evangeliums können sich die Brautleute selbst aussuchen und wird vom Priester verkündet. - Vorschläge für
              einen Lesungstext finden Sie weiter unten.
Predigt
 
Die Feier der Trauung
Fragen nach der Bereitschaft zur christlichen Ehe
Segnung der Ringe
Eheversprechen der Brautleute
Bestätigung der Vermählung
Segen über Braut und Bräutigam
Lied nach der Eheschließung
            Musik: Sologesang, Instrumentalstück, Lied
                Unterzeichung der Heiratsurkunde durch den Priester und die beiden Trauzeugen/innen
Entzünden der Traukerze
Fürbitten
           Die Fürbitten können die Brautleute selbst formulieren. Die Fürbitten können von Trauzeugen, Freunden oder Verwandten
              des Paares verlesen werden. Der/die Vorleser/in muss der katholischen Kirche angehören und sollte das Sakrament der
              Firmung empfangen haben.
 
Die Feier der Eucharistie
Gabenbereitung
            Musik: Lied oder Instrumentalstück
Hochgebet
            Musik: Lied zum Sanctus, das von der Gemeinde mitgesungen wird
Vater unser und Friedensgruß
Brotbrechen
            Musik: Lied zum Agnus Dei
Kommunion
 
Abschluss
Besinnung und Dank
            Musik oder meditativer Text
Schlussgebet
Auszug
            Musik: Lied

Heilige Worte und Zeichen
Vermählung durch den Vermählungsspruch
 
Der Höhepunkt des Trauungsgottesdienstes ist der Vermählungsspruch, den sich Braut und Bräutigam zusagen.
 
Der Priester spricht:
So schließt jetzt vor Gott und vor der Kirche den Bund der Ehe, indem Sie das Vermählungswort sprechen. Dann stecken Sie einander den Ring der Treue an.
 
Die Brautleute wenden sich einander zu:
 
Bräutigam:
N., vor Gottes Angesicht nehme ich dich an als meine Frau.
Ich verspreche dir die Treue
in guten und bösen Tagen,
in Gesundheit und Krankheit,
bis der Tod uns scheidet.
Ich will dich lieben, achten und ehren
alle Tage meines Lebens.
Trag diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
 
Braut:
N., vor Gottes Angesicht nehme ich dich an als meinen Mann.
Ich verspreche dir die Treue
in guten und bösen Tagen,
in Gesundheit und Krankheit,
bis der Tod uns scheidet.
Ich will dich lieben, achten und ehren
alle Tage meines Lebens.
Trag diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
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Es empfielt sich diesen Trauspruch auswendig zu lernen, um ihn den Ehepartner bei der Trauung in die Augen sprechen zu können.

Unsere Hochzeit soll unverwechselbar sein
Vorschläge für Lesungs- und Evangeliumstexte
 
Lesungstexte aus dem Alten Testament
 
Gen 1,26-28.31a         Gott schuf den Menschen als sein Abbild.
Rut 1,14b-17              Wo du hingehst, will auch ich hingehen.
Tob 8,4b-8                 Lass mich gemeinsam mit Sara ein hohes Alter erreichen.
Hld 8,6-7                    Leg mich wie ein Siegel an dein Herz.
Jes 43,2-5                  Ich habe dich beim Namen gerufen.
Gen 2,18-24                Es ist nicht gut, dass der Mensch alleine bleibt.
Tob 8,4-9                    … befiehl, dass ich Erbarmen finde und mit ihr alt werde.
Hld 2,8-10; 8,6ff         Geliebte und Geliebter über die Liebe.
Koh 4,9-12                 Vom Leben zu zweit.
Koh 9,7-12                 Nimm das Leben als ein Fest.
Jes 35,1-10                Habt Mut, fürchtet euch nicht!
Jer 29,11-14               Gott ist für die Menschen.
Jer 31, 31-34              Der neue Bund
Sir 18,1-14                 Die Größe Gottes
Spr 3,3-6                    Liebe, Treue und der Herr
 
Lesungstexte aus dem Neuen Testament
 
Röm 15,1b-3a.5-7-13             Nehmt einander an, wie Christus uns angenommen hat.
1 Kor 12,31-13,8a                  Hätte ich die Liebe nicht, nützte es mir nichts.
Phil 4,4-9                              Der Gott des Friedens will mit euch sein
Kol 3,12-17                            Vor allem liebt einander, denn die Liebe ist das Band
Hebr 13,1-4a.5-6b                  Die Ehe soll in Ehren gehalten werden.
1 Joh 4,7-12                          Gott ist die Liebe.
 
Schrifttexte aus den Evangelien
 
Mt 5,1-12                  Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.
Mt 19,3-6                  Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.
Mt 22,35-40               Das ist das wichtigste und erste Gebot: Liebet einander.
Mk 11,20-26              Vom Glauben
Lk 24,13-26               Die Begegnung mit dem Auferstandenen auf dem Weg nach Emmaus.
Mt 25,14-30               Das Gleichnis vom anvertrauten Geld.
Lk 8,22-25                 Der Sturm auf dem See
Joh 2,1-12                 Hochzeit zu Kana.
Joh 15,9-12               Bleibt in meiner Liebe!
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